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Britische Sammlungen

Seite eingerichtet: 1/12/05 Letzte Aktualisierung der Seite: 22/12/2008

Britische Erforschung Chinesisch-Turkestans

Der paṇḍit Kintup.

Die britische Erforschung Zentralasiens begann im 19. Jahrhundert im Gefolge des so genannten "Great Game", als Großbritannien und China sich die politische Vormachtstellung in diesem Gebiet streitig machten. Gemeinsam mit der damaligen britischen Regierung Indiens und dem russischen Reich, das die zentralasiatische Steppe kontrollierte, versuchte jeder, den Gegner davon abzuhalten, die Kontrolle über das dazwischen liegende Land sowie Geheimdienstinformationen über dieses Gebiet zu erlangen. Das gesamte 19. Jahrhundert hindurch wurden Spione ausgesandt, um geheime Informationen zusammenzutragen und zu kartografieren. Dies geschah häufig unter beträchtlichem persönlichen Risiko. Aber gegen Ende des Jahrhunderts erstreckte sich das Interesse zunehmend auch auf Geografie, Flora und Fauna der Region.

Die Briten in Indien bedienten sich Ortsansässiger als Spione und Feldvermesser. Der erste offizielle 'paṇḍit' dieser Art war Mohamed-i-Hameed. Er erreichte die Taklamakan im Jahre 1863 und schrieb in seinem Bericht von im Sand vergrabenen antiken Städten. Er starb auf dem Heimweg, und der britische Vermesser William Johnson machte sich im Jahr 1865 auf, um unter anderem die Todesumstände aufzuklären. Er besuchte eine solche Ruine, wie sie Mohamad-i-Hameed beschrieben hatte, in der Nähe von Khotan und stellte in seinem Bericht die Vermutung auf, dass es noch mehr geben müsse. Dies wiederum erregte das Interesse von Thomas Douglas Forsyth, der im Jahr 1870 zu Yakub Beg, dem jung verstorbenen Herrscher des unabhängigen Chinesisch-Turkestan, gesandt wurde. Er traf Yakub Beg jedoch nicht an, so dass Forsyth seine Mission drei Jahre später wiederholen musste. Sein Schreiben an die Royal Geographical Society erwähnte weitere dieser im Sand vergrabenen Ruinenstädte und die Artefakte, die man dort geborgen hatte. Zu den Funden gehörte auch eine Buddhastatue, die später auf Grund einer von ihm in Auftrag gegebenen Untersuchung in das zehnte Jahrhundert datiert wurde. Der veröffentlichte Bericht (Forsyth_1875) enthält frühe Fotografien dieser Gegend (OIOC Photo 997).

1889 fanden einheimische Schatzsucher eine Anzahl von Manuskripten südlich von Kučā an der Nördlichen Seidenstraße, von denen sie einige dem ortansässigen Gelehrten Haji Ghulam Qadir verkauften. Leutnant Bower, Geheimdienstoffizier der Indischen Armee, erwarb von ihm 51 Blätter eines Birkenrindenmanuskriptes in einer ihm unbekannten Sprache und sandte diese an die Asiatic Society of Bengal, wo sie von A.F.R. Hoernle, Rektor der Calcutta Madrassah und anerkannter Spezialist für indo-arische Sprachen, studiert wurden. Hoernle erkannte sogleich die Bedeutung dieses Manuskriptes, das verschiedene buddhistische Texte in Sanskrit enthielt. Er schrieb dazu, dass die Entdeckung und Publikation 'die gesamte moderne archäologische Erforschung Ost-Turkestans angeregt' habe.

Von 1893 an wurden die Regierungsbeamten in Gilgit, Chitral, Kashgar und Leh auf Betreiben Hoernles angewiesen, alle Manuskripte, deren sie habhaft werden konnten, zu erwerben und sie zur Entzifferung an Hoernle zu senden. Diese bildeten den Ausgangspunkt für die so genannte Sammlung Hoernle oder die British Collection of Antiquities from Central Asia, die heute in der British Library beherbergt wird. 1899, als Hoernle den ersten Teil seines Berichts über die Sammlung (Hoernle_1899) veröffentlichte, umfasste diese bereits mehr als 500 Münzen, zahllose Siegel, Terrakotten sowie mehr als 100 umfangreiche Manuskriptfragmente in verschiedenen bekannten Schriftarten und Sprachen sowie in zwei bis dato unbekannten Sprachen: Khotansakisch und Tocharisch. Die Sammlung enthielt ebenfalls Handschriften und Blockdrucke in Schriften, die man nicht zuordnen konnte. All diese wurden ihm nach Calcutta von George Macartney, britischer Vertreter in Kashgar, und Stuart Godfrey, Assistent des Regierungsvertreters in Kashmir, gesandt.

George Macartney und frühe Fälschungen

Sir George Macartney und General Ma.

Im Jahr 1890 kam eine von Francis Younghusband geleitete und von der Britischen Regierung finanzierte Expedition, die einen Stützpunkt in Chinesisch-Turkestan errichten sollte, in Kashgar an. Younghusband verhandelte mit den chinesischen Behörden über die Einrichtung eines Britischen Konsulates, aber dieses Anliegen wurde zunächst abgelehnt, so dass die Expedition 1891 abreisen musste. Allein der schottisch-chinesische Übersetzer George Macartney blieb zurück, um als inoffizieller Vertreter der Briten zu fungieren. Seinem russischen Kontrahenten Petrovski, der sich seit 1882 in Kashgar aufhielt, wurde der Status eines Konsuls hingegen eingeräumt, während Macartney sich noch bis 1908 gedulden musste, bis ihm diese Ehre zuteil wurde.

Islam Akhun (mit Dash I).

1896 wurden Macartney Manuskripte von einem Mann aus Khotan namens Islam Akhun angeboten, die angeblich aus alten Fundstätten in der Wüste Taklamakan stammen sollten. Er erwarb sie und sandte sie nach Indien, wo Hoernle sogleich versuchte, die unbekannte Schrift, die auf den ersten Blick der indischen Brāhmī ähnelte, zu entziffern und die Sprache zu bestimmen. Hoernle berücksichtigte einige dieser Handschriften in seinem verläufigen Bericht des Jahres 1897 und gab 1899 in seinem Bericht einen umfassenden Überblick. In letzterem diskutierte er die Möglichkeit, dass es sich um Fälschungen handeln könnte, verwarf diesen Gedanken jedoch, obwohl er die Schriften nicht verstehen konnte. Andere hingegen waren von der Echtheit nicht überzeugt. Im April 1901 machte Stein (siehe unten) Islam Akhun in Khotan ausfindig und befragte ihn eingehend. Islam Akhun gab schließlich zu, dass er und seine Mitarbeiter diese 'alten Bücher' selbst hergestellt hätten. Auf seinem Rückweg nach Großbritannien übermittelte Stein die Neuigkeiten dem inzwischen pensionierten Hoernle.

Ein von Islam Akhun gefälschter Blockdruck

Glücklicherweise kehrte Stein mit weiteren Handschriften in einer damals noch unbekannten Sprache zurück (Khotansakisch), die Hoernle später entziffern konnte, so dass Hoernles wissenschaftliche Reputation wieder hergestellt werden konnte. Die gefälschten Handschriften und Blockdrucke werden in der Sammlung der British Library aufbewahrt (Beispiele vgl. Or.13873 und Or.13873/58).

Macartney wirkte noch bis 1918 in Kashgar und während seiner Amtszeit erwarb er weitere Handschriften und andere Funde, die ihm größtenteils von Ortsansässigen verkauft wurden. Die meisten dieser Stücke befinden sich heute in den Sammlungen der British Library und des British Museum (siehe unten). Nachfolgende Konsuln wie George Sherriff, Frederick Williamson und Sir Clarmont Skrine erwarben ebenfalls Handschriften und Artefakte.

Marc Aurel Stein (1862-1943)

Portrait von Stein in Expeditionskleidung und Filzstiefeln.

Die Publikation des Bower-Manuskriptes (Hoernle_1893), die Nachrichten von Islam Akhuns Funden und die Berichte des schwedischen Entdeckers Sven Hedin veranlassten den ungarischen Gelehrten Marc Aurel Stein, 1900 eine Expedition nach Zentralasien auszurichten. Stein, Experte auf dem Gebiet des Indo-Iranischen, war seit 1887 in Lahore in Britisch Indien tätig und beantragte bald danach die britische Staatsangehörigkeit. 1898 ging er nach Kalkutta, um die Nachfolge Hoernles auf dessen eigene Empfehlung hin anzutreten, kehrte jedoch schon ein Jahr später nach Lahore zurück. Zwischen 1900 und 1930 unternahm er vier Expeditionen nach Chinesisch-Turkestan, wobei er Ausgrabungen entlang der gesamten Südroute der Seidenstraße sowie in Dunhuang und Turfan durchführte und zudem Landvermessungen, fotografische Dokumentationen und ethnografische Forschungen unternahm.

1862 in Ungarn geboren, hatte Stein Persisch und Sanskrit in Österreich, Deutschland und später dann in England studiert und in Indien eine Anstellung angenommen. All dies geschah mit dem erklärten Ziel, die alten Handelsstraßen Zentralasiens zu erforschen. Als Kind hatte er von den Feldzügen Alexanders des Großen gelesen und später die Berichte Xuanzangs und Marco Polos über ihre Reisen kennen gelernt. Er war besonders an der Begegnung der unterschiedlichen Kulturen — der iranischen, indischen, türkischen und chinesischen — an der Südlichen Seidenstraße interessiert.

Während der elf Monate seiner ersten Expedition (1900-1901) konzentrierte sich Stein auf die Ausgrabungsstätten an der Südroute der Seidenstraße, insbesondere auf Khotan, Niya, Miran und Loulan. Er veröffentlichte einen umfassenden Expeditionsbericht (Stein_1907) und eine eher populäre Darstellung seiner Reisen (Stein_1903 nebst mehreren Aufsätzen (vgl. Bibliographie).

Gruppe bei Ulugh-mazar.

Steins zweite Expedition (1906-1908) führte ihn erneut zu Orten, die er bereits besucht hatte, aber auch zu bisher noch unerforschten Stätten an der Südlichen Seidenstraße, wo er weitere Ausgrabungen durchführte, bevor er sich ostwärts nach Dunhuang wandte, um die nördlich der Stadt gelegenen Festungsanlagen aus der Han-Zeit zu erforschen und auszugraben. Sodann begab er sich zu den Mogao-Höhlenanlagen südöstlich der Stadt, wo er Materialien aus der Bibliothekshöhle erwerben konnte. Er reiste weiter zur Nordroute der Seidenstraße und besuchte kurz die Fundstätten der Turfan-Oase, ohne jedoch Ausgrabungen durchzuführen. Er unternahm eine gefahrvolle Nord-Süd-Durchquerung der Taklamakan, um kostbare Zeit für die Ausgrabung weiterer Ruinen in der Nähe von Khotan einzusparen, und beschloss seine Expedition durch Vermessungsarbeiten im Kunlun-Gebirge. Hier verlor er nicht nur sein Lieblingspony, welches an Erschöpfung starb, sondern auf Grund von Erfrierungen auch mehrere Zehen. Ein paar Jahre später erschien ein populärer Reisebericht (Stein_1912), doch es brauchte mehrere Jahre, bis der umfassende Expeditionsbericht, der fünf Bände mit Karten und Tafeln umfasst (Stein_1921), vorgelegt werden konnte. (vgl. Bibliographie).

Bildausschnitt mit Dash III

Die dritte Expedition dauerte sogar noch länger, nämlich von 1913 bis 1916, und führte Stein erneut zu den Ausgrabungsstätten der Südlichen Seidenstraße, nach Dunhuang und weiter nach Osten, sodann auch in die Gegend von Turfan an der Nördlichen Seidenstraße, vor allem nach Astana und Bäzäklik. Er reiste auf der Nordroute der Seidenstraße nach Kashgar und, anstatt auf direktem Wege nach Indien zurückzukehren, überquerte er den Pamir, folgte dem afghanischen Grenzverlauf und begab sich dann nach Sistan in Westiran, wo er weitere Ausgrabungen durchführte. Obgleich er einige Jahre später einen ausführlichen Expeditionsbericht veröffentlichte (Innermost Asia), legte er von dieser Expedition keinen populären Bericht vor, sondern fasste alle drei Expeditionen in einem Werk zusammen.

Steins grab in Kabul

Obgleich es Stein gelang, auf seiner vierten Expedition (1930-1931) mehr als 3.000 km zurückzulegen und wichtige Fundstätten erneut zu besuchen, wurde die Expedition abgebrochen, nachdem Stein erfahren hatte, dass man seinen Pass einziehen wollte. Die wenigen Funde, die er gemacht hatte, wurden von den Behörden in Kashgar konfisziert. Dies war der letzte Aufenthalt von Stein in Chinesisch-Turkestan. In den folgenden Jahren unternahm er vier Expeditionen in den Iran und den Irak, machte Luftbildaufnahmen römischer Verteidigungsanlagen im Nahen Osten, folgte den Fußspuren Alexanders des Großen in Zentralasien und starb schließlich in Kabul, als er gerade eine einjährige archäologische Rundreise durch Afghanistan plante.

Steins Funde wurden zwischen London (British Museum, India Office Library und Victoria and Albert Museum) und Indien, dessen Regierung seine ersten drei Expeditionen finanziell maßgeblich unterstützt hatte, aufgeteilt. 1982 wurde ein Großteil der Manuskripte und Fotos in die British Library verbracht, wo sie auch heute noch aufbewahrt werden, während das British Museum die Sammlungen der Gemälde, Skulpturen, Münzen und Artefakte beherbergt. Das Victoria and Albert Museum bewahrt Textilien auf.

Die Wandbilder, sonstigen Gemälde, Artefakte und Manuskripte, die nach Indien gesandt worden waren, befinden sich heute hauptsächlich im National Museum in New Delhi. Es gibt kleinere Sammlungen von der ersten Expedition im Indischen Museum Kalkutta und im Orientalischen Museum in Lahore, Pakistan.

Steins Aufzeichnungen wie etwa seine Expeditionstagebücher, Briefe, Rechnungsbücher usw. werden größtenteils im Western Manuscript Department der Bodleian Library, Oxford, aufbewahrt. Familiendokumente befinden sich in der Bibliothek der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest. Die zwei größten Sammlungen seiner Fotografien befinden sich in der British Library und in der Bibliothek in Budapest, kleinere Sammlungen in verschiedenen anderen Institutionen.

Für weitere Details dieser und anderer Sammlungen von Material zu Steins in Großbritannien, vgl. The Handbook to the Stein Collections in the UK, von Helen Wang vom British Museum (Wang 1999).

Die Sammlung von Stein-Materialien in Ungarn, darunter zahlreiche Fotografien, persönliche Schriftstücke, einige seiner Funde und seine Bibliothek, wurde bereits katalogisiert (Apor_2002 and Apor_2007).

Sammlungen: Inhalt und Zugang

Großbritannien besitzt eine Sammlung von ca. 50.000 Manuskripten, Malereien und Artefakten aus Chinesisch-Turkestan, wie auch tausende von historischen Fotografien, die meisten davon stammen aus den drei Zentralasien-Expeditionen Aurel Steins. Ein großer Teil von Steins Funden von der zweiten und dritten Expedition werden im National Museum of India, New Delhi aufbewahrt. Die Bibliothek der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest besitzt viele der Expeditionsfotos von Stein, persönliche Papiere und Unterlagen und einige Handschriften. In der Bodleian Library in Oxford werden ebenfalls Aufzeichnungen von Stein aufbewahrt. Die British Library besitzt Unterlagen, die sich auf Macartney, Hoernle, Stein und die Briten in Zentralasien beziehen. Es gibt noch weitere kleinere Sammlungen in verschiedenen Institutionen in Großbritannien.

1. The British Library

1.1 Die Sammlung Stein

Schränke zur Aufbewahrung von Rollen im Tresorraum der British Library.

Die Sammlung Stein der British Library umfasst mehr als 45.000 Handschriften und Drucke auf Papier, Holz und anderen Materialien in vielen Sprachen, einschließlich Chinesisch, Tibetisch, Sanskrit, Tangutisch, Khotansakisch, Tocharisch, Sogdisch, Alttürkisch (Uigurisch) und Mongolisch. Manche dieser Handschriften beinhalten mehr als eine Sprache, andere sind nicht entzifferbar. Zur Sammlung gehören auch ein paar Malereien auf Hanf und Papier, eine kleine Sammlung von Textilfragmenten, Artefakte wie Sutrahüllen, Papierschnipsel und Kleisterpinsel, neben über 10.000 Abzügen, Negativen und Diapositiven, die Stein in der Zeit von 1890 bis 1938 in Indien, Pakistan, Chinesisch-Turkestan, Iran, Irak und Jordanien aufgenommen hat.

1.2 Andere Zentralasien-Sammlungen

Abgesehen von der Sammlung Stein besitzt die British Library zentralasiatische Handschriften, die von der indischen Regierung gesammelt wurden, gewöhnlich bezeichnet als Sammlung Hoernle. Diese schließt 22 Sendungen an Hoernle zwischen 1895 und 1899 nach Kalkutta zur Entzifferung ein. Sie waren nach der Publikation seines Berichtes (1899 und 1901) 1902 im British Museum deponiert worden. 10 weitere Sendungen (Nr. 142-44, 147-52 und 156) wurden nach seiner Pensionierung weiterhin für ihn gesammelt und an ihn nach England zur Prüfung weitergeleitet. Insgesamt umfasst die Sammlung Hoernle über 2000 Stücke in Sanskrit, 1.200 in Tocharisch und ca. 250 in Khotansakisch, zusätzlich einige in Chinesisch, Persisch und Uigurisch.

Hoernle starb 1918. Aber die indische Regierung fuhr fort, Handschriften und Artefakte zu sammeln, wenn auch in geringerem Maße. Einige kleine aber bedeutsame Sammlungen wurden dem British Museum von Macartneys Nachfolgern in Kashgar übergeben, namentlich von Nicholas Fitzmaurice, George Sherriff, Frederick Williamson und Clarmont Skrine.

Skrines Fotografien (OIOC Photo 920) und Aufzeichnungen befinden sich ebenfalls in der British Library. Fotografien aus Zentralasien in APAC European Private Papers findet man im online photographs catalogue, und die Aufzeichnungen im online private papers Katalog. Beide sind online zugänglich über India Office Select Materials Catalogue. Weitere entsprechende Unterlagen und Dokumente befinden sich in der British Library in den Abteilungen Western manuscripts und IOL manuscripts and records departments.

1.3 Zugang zu den Sammlungen der British Library

Die John Ritblat Gallery.

Einige wenige ausgewählte Stücke aus den Handschriftensammlungen der British Library sind in der John Ritblat Gallery ausgestellt. Sie ist kostenlos und die ganze Woche über zugänglich. Die Stücke werden regelmäßig ausgetauscht, um sie nicht übermäßig dem Licht auszusetzen. Zusätzlich ist das gedruckte Diamant-Sutra in digitaler Form auf Bildschirmen in derselben Galerie, auf CD und online einsehbar. Es existieren viele Kataloge (siehe Bibliographie) und die meisten Handschriften wurden verfilmt. Die nicht-buddhistischen chinesischen Handschriften aus Dunhuang sind in 14 Faksimilebänden von Sichuan People’s Publishers veröffentlicht worden. Um die Originale vor Beschädigung durch übermäßige Benutzung zu schützen, werden die Wissenschaftler gebeten, zunächst die Mikrofilme, Faksimiles oder Digitalbilder zu konsultieren. Wenn es dann noch nötig sein sollte, sind die Handschriften für die Wissenschaftler nach Anfrage im APAC Lesesaal zugänglich. Vor Ihrem Besuch muß aber der zuständige Verantwortliche befragt werden. Manche Handschriften sind zu brüchig, und der Kurator muss alle Manuskripte vorher diesbezüglich prüfen. Wenn Sie sich nicht ausreichend ankündigen, so kann es passieren, dass es nicht möglich ist, Handschriften zu sehen.

Lesesaal der Abteilung 'Asian and African Studies'.

Um zum APAC Lesesaal Zutritt zu bekommen, benötigen Sie zunächst eine Lesekarte (Klicken Sie hier für weitere Details).

Klicken Sie hier um zu erfahren, wie Sie Zugang zu den Handschriften der Sammlung Stein erhalten.

Die Fotos können im Prints and Drawings Reading Room nach Vereinbarung eingesehen werden und sind auch in der APAC photographic database nachgewiesen (zur Zeit ist allerdings noch kein Bild verfügbar).

Klicken Sie hier, um Informationen zum Standort der British Library und zu den Öffnungszeiten zu erhalten.

2. The British Museum

2.1 Die Sammlungen Stein

Malerei aus Dunhuang, die Bodhisattva, den Führer der Seelen zeigt.

Die aus Chinesisch-Turkestan stammende Sammlung Stein des British Museum besteht aus ca. 400 Malereien aus Dunhuang, einigen Textilien, einigen tausend Artefakten von verschiedenen Fundorten, einschließlich architektonischer Elemente, Terrakotta-Skulpturen und über viertausend Münzen. Das Museum beherbergt auch eine Sammlung von Materialen der Expeditionen Steins nach Iran und Irak.

2.1 Zugang zu den Sammlungen des British Museum

Das Material der aus Chinesisch-Turkestan stammenden Sammlung Stein in der ständigen Ausstellung in der Hotung Gallery im Museum besteht aus vier Vitrinen, die eine Auswahl der archäologischen Funde Steins beinhalten. Es sind keine Malereien, nichts auf Papier und keine Textilien ausgestellt, weil in der Hotung Gallery Licht durch die Fenstern auf beiden Seiten hereinfällt. Diese können nach Vereinbarung im Studiensaal zu Studienzwecken zur Verfügung gestellt werden, wo Karteikarten für jedes Objekt in der Stein Sammlung vorhanden sind. Die Besucher werden gebeten, diese Karten durchzusehen und danach die Objekte auszuwählen, die nicht in der Ausstellung gezeigt werden, damit diese zu einer bestimmten Zeit in den Studiensaal gebracht werden. (Dies kann ein bis zwei Tage in Anspruch nehmen, je nach den Möglichkeiten der Museumsmitarbeiter.)

Um die Malereien aus Dunhuang, die an Stellwänden im Stein-Raum montiert sind und nicht abgenommen werden können, anzusehen, ist eine vorherige Absprache mit den Kuratoren und Museumsmitarbeitern nötig. Die meisten Malereien und Artefakte sind in drei Bänden reproduziert (Whitfield 1982-1985). Qualitativ hochwertige digitale Bilder von den Malereien und eine Auswahl von Artefakten sind auf Monitoren im Studiersaal und auf der Webseite des British Museum zugänglich. Für ausführliche Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit den Mitarbeitern des Department of Oriental Antiquities auf.

Drachmen- und halbe Drachmenmünzen (c.127-150).

Einige der von Stein gesammelten Münzen sind dauerhaft in der HSBC Money Gallery (Gallery 68) ausgestellt. Jene, die nicht ausgestellt sind, werden im Department of Coins and medals aufbewahrt. Sie können nach Vereinbarung im Studienraum der Abteilung angesehen werden. Einführende Listen der Münzen kann man in den Appendices zu Steins drei großen Berichten finden. Eine überarbeitete und weiterführende Arbeit zu den Münzen publizierte Helen Wang 2004.

Klicken Sie hier für weitere Informationen zu den Münzen .

Klicken Sie hier für weitere Informationen zum Standort der British Library und zu den Öffnungszeiten.

3. The Victoria and Albert Museum

3.1 Sammlungen Stein

Einige Stücke sind in den Museumsräumen ausgestellt, der Rest kann zu Forschungszwecken nach Absprache mit den Kuratoren des Far East department eingesehen werden. Viele sind ebenfalls über die Webseite V&A Access to Images einsehbar.

Klicken Sie hier für den Kontakt zum Far East department.

Klicken Sie hier für weitere Informationen zum Standort des V&A und den Öffnungszeiten.

4. Andere Sammlungen Stein

Zu weiteren Sammlungen Stein im National Museum, New Delhi.

Für weitere Details zu Sammlungen Stein in Großbritannien s. Wang 1999.

5. Andere zentralasiatische Sammlungen in Großbritannien

Die folgenden Bibliotheken in Großbritannien besitzen Archive und Fotosammlungen von Reisenden nach Zentralasien und darüber hinaus wissenschaftliche Unterlagen von Gelehrten, die auf diesem Gebiet gearbeitet haben:

Sammlungen: in IDP

Die Sammlungen der British Library, des British Museum und des V&A Museum sind alle als Teil des IDP digitalisiert.

1. The British Library

Seit Ende 2007 sind über 90.000 Bilder von mehr als 20.000 Stücken des British Museum online. Abhängig von der finanziellen Förderung soll bis 2010 80% des Materials online sein. Eine Zusammenfassung nach Sprachen geordnet finden Sie unten.

Number of Manuscripts by Language/Script on IDP in the UK as of 24/06/2017

Darüber hinaus sind über 2.000 Fotografien Steins bereits digitalisiert, und es werden im laufenden Programm weitere hinzukommen.

2. The British Museum

Nahezu alle von Stein geborgenen Malereien des British Museum sind nun online zugänglich, daneben eine Auswahl von Artefakten. Es wird nach Finanzierungsmöglichkeiten gesucht, um den Rest zu digitalisieren. Die Münzsammlung ist gegenwärtig nicht Teil des IDP, aber die Gespräche laufen.

3. Victoria and Albert Museum

Alle 700 Textilien der V&A Sammlung sind nun online über IDP zugänglich.

4. Andere Sammlungen

Die Fotografien von Stein aus der Bibliothek der Ungarischen Akademie der Wissenschaften sind digitalisiert und stehen seit November 2005 online über IDP zur Verfügung.

IDP ist gegenwärtig im Gespräch mit dem Nationalmuseum, New Delhi über den Beginn eines Digitalisierungsprogrammes.

Bibliographie

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